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Projekt „Regionale Bewertung des Klimawandels für die Biosphärenreservatsregion Schaalsee“ auf der Kuratoriumssitzung am 23.06.08 vorgestellt.

Interessante Einblicke oder besser gesagt Ausblicke auf die Entwicklung des Klimas gab es auf der jüngsten Sitzung des Kuratoriums des Biosphärenreservates Schaalsee. Vorgestellt wurden die Ergebnisse einer Untersuchung des Planungsbüros Umweltplan aus Stralsund, welches die wahrscheinlichen Folgen des Klimawandels auf die Biosphärenreservatsregion und damit auf unser Lebensumfeld untersucht hatte.
Klimawandel ist in aller Munde und das wir mittendrin stecken, ist mittlerweile fast jedem irgendwie bewusst geworden. Doch Klimawandel verbinden die meisten von uns eher mit dem Abschmelzen des Eises an den Polen als sich darüber bewusst zu sein, dass sich der Klimawandel auch ganz konkret hier bei uns abspielt und seine Folgen deutlich sichtbar werden. Wie deutlich, dass wurde jetzt an Hand des Gutachtens dargestellt und das sind einige Fakten dazu:
-         die Jahresmitteltemperatur wird sich bis zum Jahr 2100 um 2,37 – 2,51° C erhöhen und damit steigt die Jahresmitteltemperatur von gegenwärtig 8 auf über 10 °C an.
-         Die Anzahl der Sommertage mit mehr als 25 °C Tagestemperatur nimmt deutlich zu
-         Die Anzahl der Eis – und Frosttage nimmt deutlich ab
-         Änderung der Niederschlagsmenge, im Sommer bis zu 20 % weniger, im Winter bis zu 30 % mehr. Das bedeute auch eine Zunahme der Grundwasserneubildung von bis zu20 %, jedoch eine Verringerung der Bodenfeuchte um bis zu 10 %
-         Es kommt zu einer Arealverschiebung von Pflanzen und Tieren, was bedeutet, dass es bestimmte Pflanzen und Tiere, die es heute bei uns gibt, in Zukunft nicht mehr geben wird und dafür andere Arten bei uns heimisch werden.
-         Änderung der Temperaturverhältnisse in Gewässern, Änderung der UV - Strahlung
-         Höhere Temperaturen im Winter führen zu Einsparungen im Energieverbrauch ( Einfamilienhaus um bis zu 12 %), dafür aber erhöht sich jedoch der Kühlbedarf im Sommer, so dass der Energieverbrauch insgesamt steigen wird
-         Im Boden und Wasser Zunahme von Pilzen, Legionellen, Vibrionen, Cyclosporen und Cyanobakterien, was ein Erhöhtes gesundheitliches Risiko für den Menschen bedeutet
-         Zunahme von Stechmücken, Flöhen und Zecken
-         Gefahr von Dürreschäden, besonders auf Grünland, Gefahr verstärkter Bodenerosion durch Starkregen, Trockenheit und Sturm
-         Verschiebung der Anbaugrenze um 200 bis 300 Kilometer nach Norden, dadurch Anbau Wärme liebender Arten möglich
-         Es kommt zu Sauerstoffmangel in Gewässern, dadurch Zunahme von Fischkrankheiten und Fischsterben
-         Erhöhung der touristischen Attraktivität durch höhere Luft – und Wassertemperaturen
-         Zunahme von Extremwetterlagen
Insgesamt konnte aber festgestellt werden, dass unsere Region im Gegensatz zu Anderen, noch recht glimpflich davonkommt und sowohl positive als auch negative Auswirkungen zu erwarten sind.
Wie soll es nun weitergehen? Unter dem Motto „Klima – regional im Griff“ sollen Klimaschutz – und Klimaanpassungsmodelle initiiert werden. Dazu zählt ein ökologischer Nahverkehrsplan ebenso wie der nachhaltige Anbau nachwachsender Rohstoffe. Auf jeden Fall wird das Thema Klimawandel in Zukunft alle Bereiche berühren und beeinflussen und die Bewältigung seiner Auswirkungen in vielfältiger Weise unser Leben verändern. Die jetzt vorliegende und vorgestellte Untersuchung stellt nur den Auftakt für umfangreiche weitere Aktivitäten zum Thema dar, ja man kann sagen, der Klimawandel ist auch in unserer Region angekommen.
 
 

 
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