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Den Spuren von Ernestus gefolgt

Historischer Wanderweg feierlich eingeweiht

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Dechow/Ratzeburg • Aus der Idee des Rehnaer Klostervereins, den historischen Wanderweg von Mönch Ernestus wiederzubeleben, ist am Wochenende Wirklichkeit geworden. Nach einem Festakt in Ratzeburg folgten etwa 40 Wanderer den Spuren, die der Geistliche im Jahre 1236 zwischen den Klöstern Ratzeburg und Rehna hinterließ.


„Halt! Ohne Wegezoll lassen wir euch nicht ins Dorf.“ Mit verschränkten Armen steht Mönch und Dechows Bürgermeister Udo Wachtel mit einem Zöllner und Fischer am Ortseingang Dechow und versperrt Mönch Ernestus und seinen etwa 40 Mitreisenden den Weg. Wegezoll? Nein, den zu zahlen sind sie nicht bereit. Aber ein Nachtlager würde noch benötigt. Die Dechower lassen sich auf den Handel ein: Die Gäste dürfen bleiben, müssen aber für die Schlafstätte im Stroh einen Obolus zahlen.
Die Wanderer sind die ersten, die auf dem Mönch-Ernestus-Wanderweg zwischen Ratzeburg und Rehna auf den Spuren des Geistlichen wandeln. Dieser hatte sich im Jahre 1236 von Ratzeburg auf den Weg nach Rehna gemacht, um dort als Ableger des Klosters Ratzeburg ein weiteres zu gründen. Der am Wochenende vor dem Ratzeburger Dom mit einem Festakt eröffnete 32 Kilometer lange Wanderweg soll, so Burkhard Schmidt vom Klosterverein Rehna, diese Historie wieder aufleben lassen.

Warum sich Ernestus auf den Weg gemacht hat? Das interpretierte der Rehnaer Stadtdiakon Matthias Krause in seinem Theaterstück über die Wanderung auf ganz eigene Weise. „Unter uns Mönchen machte sich — obwohl verboten — die Sehnsucht nach weiblichen Wesen breit“, sagt Mönch Ernestus alias Burkhard Schmidt augenzwinkernd. Die Lösung: Ein Nonnenkloster. Es sollte nicht zu nah, aber auch nicht weiter als eine Tagesreise von den Mönchen entfernt sein.

Die Bürgermeister von Ratzeburg und Rehna, Michael Ziethen und Werner Schnee, würdigten den Weg als „geschichtlichen Beitrag, um alte Verbindungen zwischen beiden Orten neu zu beleben und für Besucher der Städte ein neues touristisches Angebot zu schaffen“.

Als die Wanderer in Dechow eintreffen, liegt ein Fußmarsch von etwa 16 Kilometern hinter ihnen. Von Müdigkeit ist bei den meisten keine Spur. „Ach was, solche Touren sind wir gewohnt“, sagt Dieter Kanehls vom Wanderverein Krummesse in Schleswig-Holstein. „Besonders gefallen hat uns der Streckenverlauf vorbei an Seen und durch Naturschutzgebiete“, sagen seine Mitstreiterinnen Inge Junghans und Marlis Stadthaus.

Den weitesten Weg hatten Wilfried und Sigrid Klieber aus Bielefeld auf sich genommen. „Wir waren in Timmendorf im Urlaub, haben das Plakat gesehen und uns entschieden, nochmal herzukommen, um mitzuwandern“, sagt Wilfried Klieber. Ihm haben es vor allem „die Landschaft und die tolle Wandergemeinschaft“ angetan. Die historische Wanderung soll nach dem Willen des Klostervereins künftig in jedem Jahr angeboten werden. Für Klieber steht bereits fest: „Ich werde auf jeden Fall wieder mit dabei sein.“

von Sylvia Parton /H.K.
aus SVZ vom 16.08.2004



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Datum:   17. August 2004
Sort Nummer:   2
 
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