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Rehna gehört zu einem landesweiten Modellprojekt: Die Schule übt die Freiheit

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit 671 Schulen. Zu Beginn des neuen Schuljahres erhalten 20 Einrichtungen mehr Selbständigkeit. Die Modellschulen wie in Rehna sollen neue Wege ausprobieren.

In den meisten Räumen der Rehnaer Realschule war es gestern mucksmäuschenstill. Denn es fanden Prüfungen statt, oder die Mädchen und Jungen bereiteten sich auf Prüfungen vor. Im Vorzimmer von Schulleiter Uwe Seemann ging es dagegen wie im Taubenschlag zu. Die Schulsekretärin hatte alles im Griff, fast jeder Schüler konnte dem Leiter der Einrichtung sein Anliegen darlegen.

Das ist dem 45-Jährigen nur Recht. Denn hat er doch im letzten Elternbrief in Sachen Ziele der Ganztagsschule Rehna geschrieben: "...Schaffung eines Lebensraumes Schule als Ort des Lernens, der Begegnung, der Hilfen." Und so kann er diesen Anspruch mit Leben erfüllen. Also ganz im Sinne der Modellschule. Denn vor einigen Tagen unterzeichnete der Rehnaer Pädagoge im Schweriner Kultusministerium eine entsprechende Leistungsvereinbarung. Uwe Seemann sagt: "Unser Team war froh, dass wir zu den 20 Schulen gehören, die für dieses Modellvorhaben ausgewählt wurden." So können wir in Rehna neue Wege zum Wohl unserer Schulkinder erproben."

Wie Seemann erläuterte, war das Modellvorhaben "Mehr Selbständigkeit für Schulen" eine Konsequenz aus dem schwachen Abschneiden deutscher Schüler bei internationalen Vergleichen wie der Pisa-Studie. Mit einem Mehr an Selbständigkeit und damit verbundenem eigenverantwortlichen Handeln soll vor allem eine Verbesserung der Unterrichtsqualität erreicht werden. Seemann ist sicher: "Die durch das Modellvorhaben geschaffenen Freiräume für die Schule begünstigen wirtschaftliche Sachentscheidungen und eine bessere individuelle Förderung unserer Schüler."

Im Rahmen des Projektantrages haben sich die Rehnaer gleich für vier Arbeitsfelder entschieden. Das Ministerium hatte nur zwei als Grundbedingung gefordert. Besonders freut sich Seemann darüber, dass er in Sachen Unterrichtsorganisation und Unterrichtsgestaltung völlig neue Wege beschreiten darf. So kann die Rehnaer Schulleitung zum Beispiel festlegen, dass der 45-Minuten-Takt einer Schulstunde teilweise oder gänzlich aufgehoben wird. Auch gibt es kein Dogma mehr, wann der Unterricht beginnt und wann die Schulglocke das Ende einläutet. Ebenso kann die Länge der beliebten Pause variabel geregelt werden.

Ein weiteres Feld ist das neue Personalmanagement. Zum Beispiel kann das Team um Schulleiter Seemann den eigenen personellen Entwicklungsbedarf mit selbst gesteckten Zielen bestimmen. Damit können die Rehnaer endlich das umstrittene Lehrerpersonalkonzept der Schweriner Schulverwaltung etwas entschärfen.

BIsher musste Seemann mit dem zuständigen Schweriner Schulrat den Einsatz seiner 34 Lehrerinnen und Lehrer präzise abstimmen. Das derzeitige Teilzeitmodell beinhaltet unter anderem, dass die Pädagogen per Grundvertrag nur 18 Stunden pro Woche unterrichten dürfen. Können nun aber in bestimmten Fächern nicht alle erforderlichen Stunden gegeben werden, kann das dazu führen, dass eine Lehrerin für Mathe und Chemie aus Gadebusch in Rehna aushilft.

Das ist ab dem Schuljahr 2004/2005 in Rehna Geschichte. Dazu Uwe Seemann: "Die Schulleitung kann jetzt ohne den Umweg Schwerin alle Stunden für die Lehrer eigenständig verteilen. Ich glaube schon, dass so der Ausfall von Stunden reduziert wird." Neu ist ebenfalls, dass der Schulleiter Lehrkräfte für die 490 Schüler einstellen und eigenständig Beschäftigungsverhältnisse ändern kann.

Dass im Rahmen der Modellschule auch Schulpartnerschaften gefördert werden, kommt gut bei den Rehnaer Schülern an. Denn die Schule hat derzeit Partner in Dresden, in der schwedischen Partnerstadt Svenjungja sowie in Estland und Polen.

Von Gerhard Dietrich,
aus LN vom 3.06.2004



Link:   http://www.luebecker-nachrichten.de/news/regional/nordwest-mecklenburg.htm
Datum:   03. Juni 2004
Sort Nummer:   2
 
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