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Rehnaer Verein für Handwerk und Handel will Fördertöpfe anzapfen

Die Sitzung des Rehnaer Vereins für Handwerk und Handel am späten Donnerstag begann turbulent. Kassenwart Bernhard Wroblewski und der erste Vorsitzende Hanno Hoffmann gerieten wegen Kompetenzstreitigkeiten aneinander.

Nach langem Hin und Her - die übrigen Mitglieder und die Gäste wie Kreistagsmitglied Hans-Jürgen Joost (CDU) wurden schon ungeduldig - fanden die Spitzen des Vorstandes einen Kompromiss.

Danach ging es zügig und kompetent weiter. Denn der Verein hatte Volker Jödicke, Amtsleiter für Regionalentwicklung, eingeladen. Und der kennt sich wie kein Zweiter beim Anzapfen der verschiedensten Fördertöpfe in Schwerin, Berlin und Brüssel aus. Dennoch gab es zunächst lange Gesichter, denn der Förderexperte verpasste den Mitgliedern zunächst einen Dämpfer. "Die fetten Jahre sind vorbei. Es finden große Umstrukturierungen im sozialen Bereich statt. Unterm Strich wird das Geld vor Ort weniger, so wird auch die Kaufkraft sinken", prophezeite Jödicke. Darum komme es jetzt darauf an, mehr regionaler als lokal zu denken. Wenn es darum gehe, in Zukunft Fördertöpfe anzuzapfen, dann müssten Stadt und Vereine noch enger zusammen arbeiten. Denn nur so könne man gute Konditionen bekommen. Der Regionalentwickler sagte: "Wir müssen uns untereinander vernetzen, ohne uns zu verbiegen. Dazu gibt uns das Biosphärenreservat Schaalsee eine gute Chance, denn Rehna ist quasi das Tor zu diesem großen Schutzgebiet."

Der Vorsitzende Hoffmann nutzte die Gunst der Stunde, um sich bei Jödicke zu erkundigen, warum im Gewerbegebiet Rehna mehr Firmen ihren Standort ins Ausland verlagern als neu hinzuzukommen. Denn es sei doch klar, je weniger Arbeitsplätze in der Region, desto niedriger werde die Kaufkraft sein.

Für Jödicke steht fest, dass Gewerbegebiete wie Selmsdorf besser gefördert werden. Außerdem würden die sich dort ansiedelnden Betriebe die Nähe zu Lübeck suchen. Andere große Projekte wie ein Pelletwerk in Rehna lägen auf Eis, weil die Banken nicht mehr so großzügig wie vor fünf Jahren finanzieren. Das sieht Burghard Schmidt vom Klosterverein ebenso: "Der ganz große Investor wird nicht zu uns kommen." Darum müsse man selbst außergewöhnliche Ideen entwickeln und auch daran festhalten. So habe der Klosterverein 2003 an den Ostertagen zirka 30 Gästen die Klosterkirche gezeigt. In diesem Jahr kamen schon 200 Interessierte nach Rehna. Doch um diesen Wert abzuschöpfen müsse die Infrastruktur mit Cafés und Läden Stück für Stück aufgebaut werden. Und zum "über den Tellerrand hinausschauen" gehöre auch der Plan, mit Ratzeburg und Zarrentin einen Klosterweg für Touristen zu kreieren.

von Gerd Dietrich
aus Lübecker Nachrichten vom 17.04.2004



Link:   http://www.ln-online.de/news/regional/nordwest-mecklenburg.htm
Datum:   17. April 2004
Sort Nummer:   4
 
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