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Schützenswert: Botelsdorfer Wald

Neuer Zwist um FFH-Gebiet / Rehna bietet Gegenvorschlag an

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FFH - diese drei Buchstaben standen Ende vergangenen Jahres nicht nur "Fauna-Flora-Habitat", sondern auch für jede Menge Ärger. Nun liegen die ersten Ergebnisse der Nachprüfung des Landes vor, und wieder gibt es Überraschungen.

Bei FFH geht es um die Gebiete, die das Land der EU nachmelden soll und wohl auch muss, um eine gewisse Quote bei geschützten Gebieten zu erreichen. Nun zeigt sich, dass die Proteste des Nordwestens wohl wenig gebracht haben und sogar neue Gebiete bei den Nachmeldungen aufgetaucht sind. Zum FFH-Bereich gehört jetzt nämlich auch die Kleingewässerlandschaft südlich Rehnas. Nach dem Vorschlag des Landes würde das Gebiet etwa 430 Hektar umfassen und den Bereich von Buchholz bis nahe Groß Hundorf, weiter in die Nähe Botelsdorfs umfassen. Dabei orientiert sich der Plan im wesentlichen an vorhandenen Wegen. Geschützt werden sollen Kleingewässer, Sölle, der Waldmeister-Buchenwald und die in dem Gebiet nachgewiesene inzwischen schon berühmt gewordene Rotbauchunke. Kleiner Nachteil: in den jetzt vorgeschlagenen Grenzen ist sehr viel Ackerland enthalten, das die schützenswerten Landschaftsbestandteile nun beim besten Willen nicht aufzubieten hat. Der Rehnaer Umweltausschuss will diesen unübersehbaren Mangel nun beheben - mit einem neuen Vorschlag. Volker Jödicke vom Amt Rehna: "Wir sind ja nicht gegen die Schutzziele an sich. Aber das, was da beschrieben worden ist, trifft vor allem für den Botelsdorfer Wald zu.". Folglich habe man sich schon einmal hingesetzt und einen neuen Plan erarbeitet, der den Wald im wesentlichen umfasst. Der Charme des Vorschlages, der auch schon grob in die entsprechenden Karten eingepasst wurde, altes und neues Gebiet sind in der Fläche etwa gleich groß. Weiterer Vorteil: Die landwirtschaftlichen Nutzflächen wären von dem neuen FFH-Gebiet nicht betroffen und könnten weiterhin ohne Einschränkung genutzt werden. Der betroffene Betrieb, die Agrargenossenschaft Köchelsdorf e. G., wurde bei den Beratungen gleich mit an den Tisch geholt. Und so wurde ein sicher sinnloses Meckern vermieden, und ein konstruktiver Vorschlag unterbreitet, der noch vor den Osterfeiertagen an die Verantwortlichen im Land ging. Die Präzisierung erfolgt noch in dieser Woche. Eile ist geboten, weil die Einspruchsfrist noch im April endet. Dann wird sich zeigen, ob das Umweltministerium sich tatsächlich mit den Fakten beschäftigt oder wirklich nur (wie von vielen befürchtet) die Gebiete nach Brüssel melden will, um die Quote zu erfüllen.

Im Kreis insgesamt gibt es wesentlich mehr Konfliktfälle als den Botelsdorfer Wald. In der so genannten Tranche 3 sind im Kreis 10850 Hektar ohne angrenzende Küstengewässer als FFH-Gebiet vorgesehen. So gibt es umfangreiche Nachmeldungen im Raum Pötenitz-Harkensee-Kalkhorst oder im Bereich Boltenhagen-Klütz-Gramkow. Spannend daran ist die Frage, was mit dem FFH-Status künftig noch an Nutzung (auch touristisch) in den Gebieten möglich sein wird. Dazu will und kann sich von den Verantwortlichen derzeit niemand äußern.

von Mayk Pohle
aus SVZ vom 14.04.2004



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Datum:   14. April 2004
Sort Nummer:   3
 
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