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Zweckverband Grevesmühlen:

Bürgermeister rollen roten Teppich aus

Grevesmühlen - Im Zweckverband Radegast brodelt es. 17 Gemeinden wollen möglichst schnell austreten und sich dem Zweckverband Grevesmühlen anschließen, da sie sich durch den Wechsel möglichst bald erheblich niedrigere Kosten versprechen. In Grevesmühlen steht man ihnen man offenen Armen gegenüber - vorausgesetzt, sie bringen keine Schulden mit ein.



"Wenn wir die Versorgung im Amtsbereich Rehna übernehmen, wird es für die Bürger sofort ein paar Cents billiger", verspricht Eckhard Bomball, der Grevesmühlener Zweckverbandschef. Hinter ihm liegt eine Vorstandssitzung, in der alle sieben Vorstandsmitglieder für eine Aufnahme plädierten. Ein entsprechendes Schreiben ist im Rehnaer Amt eingegangen.

Rückendeckung erhält der Vorstand auch von Bürgermeistern aus dem Versorgungsgebiet. "Letztendlich müssen die Rehnaer Gemeinden selbst entscheiden. Fakt ist aber, dass eventuelle Sanierungen nicht auf Kosten unserer Verbandsmitglieder erfolgen werden", sagte Kurt Fiedler, der Plüschower Bürgermeister. Eine Priorität, die auch Verbandschef Bomball setzt.

"Es wird eben zwei unterschiedliche Beitragsgebiete geben. Nach den Zahlen, die uns vorliegen, sehen wir uns aber durchaus in der Lage, das Rehnaer Gebiet kostengünstiger als bisher zu versorgen", ist Jürgen Ditz, Vorstandsmitglied und Bürgermeister in Grevesmühlen, sicher. "Die Zahlen müssen aber auf den Tisch, denn ich weiß, dass da ein böses Schuldenproblem besteht", vertraut Herbert Hannaleck, Bürgermeister in Harkensee jedoch auf die Fachkompetenz im Zweckverband.

Tatsächlich wird für die Gemeinden im Rehnaer Amtsbereich mit dem Austritt aus dem Zweckverband Radegast wieder die Deckung der Fehlbeträge aus dem missglückten Gasgeschäft fällig. Und die liegt immerhin im siebenstelligen Bereich. "Die Gasschulden sind Sache der Kommunen, denn eine zusätzliche Belastung für unsere Gemeinden würde ich nicht mittragen", stellt Hans-Jürgen Vitense, Bürgermeister in Testorf-Steinfort klar. Doch prinzipiell ist er für größere Strukturen.

Bomball ist optimistisch: "Mit den Gasschulden haben wir uns noch nicht genauer beschäftigt. Doch wenn es im Zweckverband Radegast eine Lösung gab, dann werden wir auch eine finden." Doch eine Verrechnung mit dem Eigenkapital ist nicht möglich. Aus den bisher nur zu 70 Prozent abzustotternden Schulden werden mit dem Austritt der verschuldeten Gemeinden wieder 100 Prozent. Da sind neue Zinsbelastungen vorprogrammiert.

"Schulden hat man als Kommune schneller als man denkt. Das ist für mich kein Hinderungsgrund. Immerhin ist der Amtsbereich technisch sehr gut ausgebaut, da werden ja auch Werte übernommen", sagt Bürgermeister Detlef Hitzigrat aus Selmsdorf. "Ein in sich geschlossener, sich mit zwei Wasserwerken und einem Klärwerk wirtschaftlich rechnender Teilbereich", bestätigt Eckhard Bomball. "Unser Job ist es, ein Konzept zu erarbeiten und aufzuzeigen wie diese Anlagen zu unserem Versorgungsgebiet passen. Eine Aufgabe, die Spaß macht." Doch aktiv will er erst werden, wenn die Austrittsbeschlüsse der Rehnaer Gemeinden vorliegen.

"Wir haben Mitte der neunziger Jahre so einen Verbandswechsel mitgemacht. Effektivitätsgründe sprechen prinzipiell für die Erweiterung von Versorgungsgebieten, und der Preisvergleich spricht für die Kunden eine deutliche Sprache", plädiert Schönbergs Bürgermeisterin Jutta Piontek für eine Aufnahme.

Genau wie sie ist auch Dieter Fischer, der Klützer Bürgermeister, Vorstandsmitglied im Grevesmühlener Zweckverband. "Wir stehen schon seit 1998 in Fusionsverhandlungen mit dem Zweckverband Radegast. Nur größere Strukturen sind langfristig überlebensfähig", setzt Fischer auf eine gesunde Vergrößerung der Mitgliederzahl. Ähnliches ist übrigens auch auf dem Energiemarkt zu beobachten. Im Amtsbereich Rehna bemüht sich Amtsleiter Dirk Gros derzeit um Gespräche bei den Kommunalaufsichtsbehörden im Landkreis und im Innenministerium. "Ich möchte im Vorfeld abklären, ob rechtliche Hinderungsgründe bestehen", erklärt er und erfüllt damit einen Auftrag der 17 Bürgermeister im Amtsbereich.

von Iris Weiss
aus LN vom 21.03.2004



Link:   http://www.ln-online.de/news/regional/nordwest-mecklenburg.htm
Datum:   21. März 2004
Sort Nummer:   4
 
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