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Grevesmühlen signalisiert Interesse

Der Austritt von Rehna: Zweckverband Radegast sieht noch keinen Handlungsbedarf

Der Vorstoß der Rehnaer Amtsgemeinden, dem Zweckverband Radegast den Rücken zu kehren, kam für viele der 44 Mitgliedsgemeinden zum Wochenbeginn unerwartet. Die Meinungen der Gemeindeoberhäupter über das Rehnaer Vorhaben sind gespalten.

Die unerwartete Austrittsabsicht hat die Führungsetage des Zweckverbandes Radegast schwer getroffen. Dennoch gab sich gestern Verbandsvorsteherin Ute Hennings gelassen. Kurzfristig tagte gestern Vormittag der Vorstand des Verbandes, um die Situation vor der bevorstehenden Mitgliederversammlung am heutigen Mittwoch auszuloten. Hennings in aller Deutlichkeit: "Es besteht bislang kein Handlungsbedarf. Es gibt von keiner der 17 Gemeinden des Amtes Rehna bislang einen Beschluss für einen Austritt." Die Austrittssabsicht habe sie zur Kenntnis genommen und gleichzeitig auf einen Erlass des Innenministers aus dem Jahr 1999 verwiesen, der die Vermögensauseinandersetzung klar vorschreibt. Danach werde man auch im Falle des Austritts von Rehna verfahren.

Ein Verfahren, welches die Lützower Amtsgemeinden bereits vor einigen Jahren mit ihrem Austrittsbegehren teilweise durchlaufen haben. Am Ende scheiterte ihr Austritt aus dem Verband an den Kosten sowie am Votum der Rehnaer, was man bis heute nicht vergessen hat.

Einer Vermögensauseinandersetzung scheinen die Rehnaer bislang gelassen entgegen zu sehen. Somit darf davon ausgegangen werden, dass im Vorfeld wichtige Eckpunkte eines möglichen Austritts zwischen beiden Partnern besprochen wurden. Am Ende werden sich wohl Wirtschaftsprüfer und Anwälte des Themas annehmen müssen.

Auf Anfrage der Schweriner Volkszeitung bestätigte der Chef des Zweckverbandes Grevesmühlen, Eckhard Bombal gestern: "Seit Montag ist der Wunsch des Beitritts der 17 Amtsgemeinden für unserem Verband ein offizieller Vorgang." Um sich den Rückhalt seines Verbandes zu holen, tagt in den heutigen Mittagsstunden der Vorstand des Zweckverbandes Grevesmühlen.

Einer Gebietserweiterung steht Bombal offen gegenüber: "Unsere Position ist seit 1998 unverändert. Um eine hochwertige Ent- und Versorgung zu ermöglichen, brauchen wir große Einheiten, keine kleinen Verbände. Die Bewirtschaftung des Rehnaer Territoriums geschlossen zu übernehmen, das ist für uns kein Problem."

Ulrich Howest, Bürgermeister der Stadt Gadebusch, zeigte sich verwundert über den Schritt im Nachbaramt: "Die Situation im Bündnis war früher brisanter. Bei der Auseinandersetzung wird der Teufel im Detail stecken." Howest will in jedem Fall die Entwicklung genau beobachten und für die Bürger die beste Lösung unterstützen.

von Volker Bohlmann
aus SVZ vom 25.02.2004

Meinungen

"Ein Austritt ist viel zu teuer"
Dieter Muche (Gottesgabe): Die Situation ist schwer einzuschätzen. Klar ist, der Zweckverband zerfällt. In solch einem Fall wäre für uns der Verband Schweriner Umland ein neuer Partner.

Gerd Pusch ( Lützow): Diese Aktion ist unerhört. Wir haben damals den Austritt versucht und wurden für dumm verkauft. Es wurde zu hart gekämpft, damit unser Verband gesundet.

Hans-Jürgen Hoffmann (Kneese): Ich war überrascht. Ich bin nicht begeistert und halte diese Aktion für einen Fehler. Der Verband befindet sich in der Sanierung. Wir wissen nicht, ob es mit Grevesmühlen bessere Konditionen geben wird. Das Thema muss von den Bürgermeistern in der Verbandsversammlung diskutiert werden und nicht von Verbandsvorsteherin Ute Hennings.

Manfred Dutz (Brüsewitz): Der Austritt ist keine gute Aktion. Wir sind dabei, zu gesunden und die Schulden abzubauen. Fusionsgedanken müssen in einem Gremium diskutiert werden.

Volker Schubert (Badow): Reisende sollte man nicht aufhalten. Wir wollten im Bereich Lützow selbst einmal austreten. Hätte Rehna uns damals unterstützt, gäbe es den Zweckverband Radegast heute nicht mehr...

Um soziale Gerechtigkeit bei den Gebühren herzustellen, müssen die Gesetze geändert werden. Sollte Badow jemals aus einem Verband austreten, wird er in keinen anderen mehr eintreten. Alles kann per Vertrag geregelt werden.

Hans Kalcher (Renzow): Erst mal schauen was Rehna will. Wir wollten einst selbst den Verband verlassen, die Rehnaer sagten nein.

Delila Möntmann (Perlin): Wir müssen abwarten was die Verbandsversammlung bringt.

Andreas Lausen (Amt Gadebusch, ehemal. Vorstandsmitglied Zweckverband): Der Verband muss als Ganzes fusionieren. Eine Zerschlagung bringt nichts. Grevesmühlen arbeitet sehr effizient. Die Auseinandersetzungen werden wieder viel Geld kosten. Damals haben sie nichts gebracht.

Gustav Glaner (Roggendorf): Das ist alles Kinderkram. Einen Austritt können sich die Gemeinden doch gar nicht leisten. Wir haben doch viel getan, damit der Verband gesunden kann.



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Datum:   25. Februar 2004
Sort Nummer:   3
 
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