StartseiteKontaktSitemapDruckversion
Erweiterte Suche   
REHNA.DE
Startseite Sonntag, 26. März  
Aktuell
STELLENAUSSCHREIBUNG
Im Amt Rehna ist zum 01.September 2017 die Stelle des/der Leiter/ Leiterin für Finanzen (Kämmerei) unbefristet zu besetzen.
mehr
Grünschnittannahme ab 01. März 2017
Ab dem 01. März 2017 kann Grünschnitt wieder an den dafür vorgesehenen Annahmestellen in Rehna und Schlagresdorf abgegeben werden.
mehr
aktuelles Wetter

mehr
Grünschnittannahme im Amtsbereich Rehna
Fragen und Antworten rund um die Grünschnittannahme im Amtsbereich Rehna
mehr

Wahlen

Startseite

Verwaltungswegweiser

Amt Rehna

Stadt Rehna

Gemeinden

Veranstaltungen

Vereine

Wirtschaft

Tourismus

Europa

Umwelt/ Natur

LEADER

Kontakt

Bauleitplanung

Ausschreibungen

Startseite ListeAktuell Archiv

Der Anfang vom Ende

Rehnaer Amtsgemeinden prüfen Austritt aus Zweckverband Radegast

Dem Zweckverband Radegast steht ein turbulentes Jahr ins Haus. Die 17 Gemeinden des Amtes Rehna wollen dem Zweckverband geschlossen den Rücken kehren. Das Amt Rehna wurde beauftragt, die Unterlagen für einen Austritt vorzubereiten. Der neue Partner soll Grevesmühlen heißen.

Eine starre Satzung, zu hohe Anschlussbeiträge und Gebühren, die Bürgermeister der 17 Amtsgemeinden von Rehna sehen im kommunalen Gebilde Zweckverband Radegast scheinbar keine Zukunft mehr.

Dirk Gros, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Rehna, bestätigte auf SVZ-Anfrage, dass es am Mittwoch vergangener Woche ein internes Arbeitstreffen von 16 der 17 Gemeindeoberhäupter in seinem Amtsbereich gegeben habe. "Nach ausführlicher Beratung wurde das Amt beauftragt, eine Beschlussvorlage für einen Austritt aus dem Zweckverband Radegast und gleichzeitig den geschlossenen Beitritt zum Zweckverband Grevesmühlen vorzubereiten", so Dirk Gros.

Vorlagen, über die jedes einzelne Gemeindegremium zwischen Schlagsdorf und Wedendorf abstimmen muss, werden erarbeitet. Des Weiteren, so Gros, habe man Ende der vergangenen Woche dem Zweckverband Grevesmühlen die Beitrittsabsicht mitgeteilt, sowohl die Aufgaben der Schmutzwasserbeseitigung als auch Trinkwasserversorgung zu übernehmen. "Jetzt müssen wir auf eine Antwort warten. Erst dann können wir handeln", sagt Gros.

Auch Zweckverbandsvorsteherin Ute Hennings wurde über den Vorgang schriftlich informiert. Spätestens am heutigen Montag dürfte das Begehren der Rehnaer vorliegen. Mit dem Vorhaben der Rehnaer konfrontiert, sagte Hennings gegenüber der SVZ: "Bislang ist mir nichts bekannt. Sollte es so sein, ist es fraglich, ob es eine bessere Lösung ist."

Bereits im vergangenen Jahr scheiterten die Bemühungen der Rehnaer über die Verbandsversammlung einer auf Fusions ausgerichteten Zusammenarbeit mit Grevesmühlen. "Seit 1998 versuchen wir eine Kooperation mit Grevesmühlen zu organisieren. Bislang ohne Erfolg. Unser oberstes Ziel muss die Senkung der Belastung für die Bürger sein", so Gros. Belaufen sich die Kosten für einen Dreipersonenhaushalt für Trink- und Abwasser im Zweckverband Radegast auf 568 Euro, liegen sie in Grevesmühlen bei 382 Euro jährlich.

Dass eine Gebührenentlastung nicht von heute auf morgen gehe, räumt Gros ein. Doch die jetzige Struktur des Zweckverbandes Radegast habe keine Zukunft, sie sei zu klein.

Auch in den Verwaltungsbereichen Lützow und Gadebusch soll das Begehren der Rehnaer ohne jegliche Verwunderung zur Kenntnis genommen worden sein. Nicht zuletzt sorgt die Problematik Anschlussbeiträge beispielsweise in Gottesgabe für Aufruhr.

Das letzte Wort hat am Ende das Innenministerium, aber dort stehen die Signale bekanntlich auf Fusion. Sollten die restlichen Gemeinden des Zweckverbandes im Wahljahr ähnliche Gedanken entwickeln, könne das Aus für den Zweckverband Radegast schneller kommen als gedacht.

von Volker Bohlmann
aus SVZ vom 23.02.2004

Kommentar
Die Messen sind gesungen. Das Aus für den Zweckverband Radegast ist nur noch ein Frage der Zeit. Nicht zuletzt schnürt das starre Satzungswerk den Gebührenzahlern den Atem ab. Die Abkehr der Rehnaer ist die Antwort auf das fehlende Vertrauen im Sinne der Bürger zu agieren. Die alten Strukturen bringen keine Entlastung und von Einzelfalllösungen bei teils horenden Anschlussgebühren will keiner etwas wissen. Maß der Dinge kann nicht die Erhaltung der Verwaltung sein, sondern nur eine geringe Belastung der Gebührenzahler. Selbst wenn die Rehnaer ausgebremst werden, wird der Verband aufgrund fehlenden Reformwillens auseinanderbrechen. vb



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Datum:   23. Februar 2004
Sort Nummer:   3
 
zurückzurück nach obennach oben
ImpressumListe© MVweb, 2003