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Neue Sonderausstellung im Grenzhus Schlagsdorf

10 000 druckfrische Prospekte des GRENZHUUSES werden an Tourismusinformationen verteilt

aktuelle Informationen zum GRENZHUUS Schlagsdorf finden sie unter:
www.grenzhuus.de
oder unter
www.schlagsdorf.de

Schlagsdorf - Wenn das Jahr 2003 sich dem Ende neigt, werden wie in den Vorjahren rund 10 000 Besucher das Grenzhus mit seiner Außenanlage in Schlagsdorf besucht haben. Der Traegerverein will aber noch mehr Gäste in das Museum locken. Deshalb wird der Verein in diesen Tagen 10 000 druckfrische Prospekte der Einrichtung an Tourismusinformationen verteilen.



Das Team um Grenzhus-Leiter Rainer Kluck (47) hatte vor, am und nach dem Tag der Deutschen Einheit alle Hände voll zu tun. Denn vor allem Besucher aus den Großräumen Lübeck, Schwerin und Hamburg besuchten das Museum im einstigen Grenzdorf. Neben der ständigen Ausstellung zur innerdeutschen Grenze konnten die Besucher die neue Sonderausstellung "Flucht und Ausreise aus der sowjetischen Besatzungszone und der DDR" betrachten.

Die Wanderausstellung hatte zuvor schon in zahlreichen Museen und Rathäusern zwischen Ostsee und Harz tausende Besucher angelockt. Anhand von Fotos, Grafiken, Dokumenten und Schilderungen von Zeitzeugen bekommt der Besucher ein ungefähres Bild davon, wie die Grenze in 40 Jahren von der grünen Grenze bis zur perfekt ausgestattenen Staatsgrenze mit Todesstreifen und Minenfeldern ausgebaut wurde. So sah der Haushaltsplan der Grenztruppen für das Jahr 1988 sage und schreibe 707 Millionen Mark der DDR vor. Bezahlt wurde die gigantische Summe für Stacheldraht, Betonelemente, Kraftstoff, neue Kasernen sowie Sold und Verpflegung von den Werktätigen der Deutschen Demokratischen Republik.

Auf einer anderen Tafel erfährt der Gast akribisch aufgezählt, was die Grenzpolizei im August 1950 an der Übergangsstelle Marienborn den Reisenden so alles abgeknöpft hat. Da wären zum Beispiel 31 Tonnen Lebensmittel, Elektrogeräte für 5000 Mark und 178 Personen bekamen eine Geldstrafe aufgebrummt. Geschildert wird auch das Schicksal eines Pärchens, das unbedingt in die Freiheit des Westens gelangen wollte. Ihr Fluchthelfer hatte einen "Fiat" präpariert, jedoch an der Grenzübergangsstelle wurden die beiden Ostdeutschen entdeckt. Nach Gefängnisstrafen wurden sie dann in die BRD abgeschoben. Interessant ist auch eine SED-Statistik. So gab es im Jahr 1980 21 500 Antragsteller auf Ausreise, nur 4400 durften aber gehen. Dramatisch wurde es 1989. Von den 125 400 Ausreisewilligen ließ die DDR 34 600 Menschen ausreisen. Dann fiel die Grenze.

Das Grenzhus verleiht auch Teile seines Bestandes. Wie Leiter Rainer Kluck berichtet, konnten so schon die Universität der Bundeswehr in Hamburg, das Altenzentrum in Ratzeburg und die Landeszentrale für politische Bildung in Schwerin unterstützt werden. Merken sollten sich Besucher den 9. November. Dann wird der Film "Ausgangssperre" gezeigt. Beginn ist um 19 Uhr. Hinterher kann man mit dem einstigen Grenzschützer Peter Matera diskutieren. Wenig später wird die Autorin Christine Müller neue Fluchtgeschichten vorstellen.

von Gerhard Dietrich
ln-online/lokales vom 08.10.2003 10:59



Link:   http://www.luebecker-nachrichten.de/news/regional/nordwest-mecklenburg_nwm_12394
Datum:   09. Oktober 2003
 
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