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Udo Wachtel zieht es zum zweiten Mal nach China

Dechow – Gestern ging Bürgermeister Udo Wachtel noch einmal durch „sein“ Dechow – das letzte Mal für einige Zeit. Den Englisch- und Russischlehrer am Gadebuscher Gymnasium zieht es wieder nach China.

Zum zweiten Mal wird er ein Jahr an einer Sprachenschule in Jinan, der Hauptstadt der Ostküstenprovinz Shandong, Deutsch unterrichten. Vor zwei Jahren war Wachtel, auch Vorsteher des Amtes Rehna, schon einmal als Lehrer dort, um ein Austauschprojekt des Landkreises mit Leben zu erfüllen. Im Gegenzug kamen chinesische Lehrer in den Landkreis. Nun wird Wachtel das Projekt auch beenden.

„Ich sehe es mittlerweile gelassener. Jetzt weiß ich, was in den Koffer gehört“, schmunzelt er. Unbedingt mit mussten zum Beispiel seine neuen Schuhe. Die hat sich Udo Wachtel extra gekauft, denn Schuhe in Größe 44 sind in China nur ganz schwer zu bekommen. Sonst nimmt er außer Klamotten eine Broschüre von Dechow, zwei Hörbücher auf Deutsch und einen Ball als Geschenke mit.

Ein paar Worte chinesisch spricht Wachtel bereits. Er hat nämlich vor zwei Jahren am Chinesischunterricht für ausländische Lehrkräfte teilgenommen. Das war jedoch nicht einfach. „Als die Chinesen mir Zettel gaben und zu mir sagten: Lies doch mal vor, wusste ich nicht einmal wie ich den Zettel halten sollte.“ Seine ersten Worte auf Mandarin waren: „Ich bin Deutscher.“ Das brachte ihm Pluspunkte. Die Chinesen waren ganz euphorisch. „Sie schätzen die deutschen Eigenschaften wie Pünktlichkeit und Fleiß“, weiß Wachtel.

Mit der Sprache sei es aber nicht so leicht gewesen. Doch das Land reize ihn einfach. Vor zweieinhalb Wochen hat er das Visum bekommen. „Irgendwie hänge ich sehr an dem Projekt“, sagt Wachtel und lobt die motivierten Schüler in China. Gern denkt er daran, wie herzlich er dort aufgenommen worden ist. „Eine Schülerin ist im Unterricht aufgestanden, nach vorne gekommen, hat mich umarmt und gesagt: Macht Spaß“.

Einer der größten Unterschiede zwischen Deutschland und China sei der Patriotismus. „Wir Deutschen sagen nicht so sehr, dass wir stolz sind. Chinesen sagen und zeigen es“, so Wachtel, der heute Mittag abfliegt. Der Flug dauert etwa 13 Stunden. Die Schule beginnt am Montag. „Ich freue mich besonders darauf, die Menschen wieder zu sehen, die mir vor zwei Jahren das Leben dort leicht gemacht haben.“

Am meisten vermissen werde er wohl Käse, weiß er: „Es gibt zwar einige Sorten dort, aber nicht so ein großes Angebot wie bei uns.“ Und auch Schwarzbrot werde ihm fehlen. Doch die Vorfreude überwiegt. Allzu lange weg bleibt der Dechower Bürgermeister auch nicht. In vier Wochen kommt er schon wieder für eine Woche heim. Dann ist Siegerehrung für den Europawettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. Die ist in Holland und Udo Wachtel mit dabei, denn die Dechower machten mit.

In Jinan unterrichtet er 18 Stunden pro Woche an der Fremdsprachenschule. Es bleibt ihm also auch Zeit, sich Land und Leute anzuschauen. Hongkong, Shanghai, Macao und viele andere Metropolen hat Wachtel bereits gesehen. Am meisten beeindruckt war er aber von Tibet. „Die Kontraste waren schon sehr krass.“ In den kommenden zwölf Monaten will er weitere Eindrücke sammeln. Unbedingt anschauen möchte er sich noch unbekannte Berge und den Jangtse, den er damals nur im Süden kurz erleben durfte. Und natürlich die Stätten der Olympischen Spiele.

Die Amtsgeschäfte als Bürgermeister übernimmt von Montag an sein Stellvertreter Jürgen Haupt. Die Aufgaben des Amtsvorstehers in Rehna teilen sich in den kommenden zwölf Monaten seine Vertreter Hans-Jochen Oldenburg und Andreas Spiewack.

Quelle: Lübecker nachrichten vom 27.08.2008
Von Steffen Oldörp



Datum:   08. September 2008
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