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Medienwerkstatt braucht Platz

Projekt mit Zukunft: Initiatoren möchten alte Molkerei in kleinen Schritten sanieren

Rehna (Volker Bohlmann) • Unterm Dach der alten Molkerei von Rehna könnte eine Medienwerkstatt und ein Jugendklub Platz finden. Während die Initiatoren der Medienwerkstatt das Haus mit viel Eigenleistung erhalten wollen, winkt die Stadt ab, denn das Mauerwerk ist marode. Eine Sanierung könnte an die 250 000 Euro kosten. Die Luft ist kühl, die Fenster sind abgedunkelt und in irgendeiner Ecke läuft ein Ölradiator und sorgt für ein wenig Behaglichkeit in den Räumen der alten Molkerei. Dennoch, unter dem Dach des Backsteinbaus treffen sich wöchentlich 20 junge Menschen im Alter zwischen 12 und 17 Jahre, um Musikstücke zu komponieren, Texte und Musik zu kombinieren. „Wir haben keinen Luxus, aber darum geht es nicht. Die Jugendlichen möchten mit ihren eigenen Händen etwas schaffen, sich ausprobieren“, erzählt Christian Malz. Er ist Mitglied der Kulturinitiative Maurine-Radegast und hat Spaß daran, mit den Mädchen und Jungen in ihrer Freizeit Musikprojekte auf die Beine zu stellen. „In der kommenden Woche wird eine Single fertig. Die Texte stammen von den Schülern. Sie erzählen von Problemen im Alltag, von falschen Vorbildern und Werten. Das Stück ist ein Mix von Rap und Rock“, so Malz.

Zur bunten Truppe in der alten Molkerei gehört auch Tommy Mayer. Für den 13-Jährigen ist die Medienwerkstatt ein wichtiger Anlaufpunkt. Ein Ort zwischen Schule und Familie – ein Treff unter Gleichaltrigen, wo auch Probleme zur Sprache kommen. Schlagzeug spielen oder gar ein wenig Singen, das bereite ihm Freude. Der Zustand des Gebäudes ist zweitrangig: „Für den Anfang geht das doch“, meint Tommy.

Mit einfachsten Mitteln gelang es den Kindern, ein kleines Studio sowie einen Probenraum einzurichten. „Technik gab es von Spendern wie der Helios-Klinik Schwerin“, sagt Christian Malz. Letzterer Punkt sei ein Beweis dafür, dass es nicht hunderttausende von Euro Bedarf, um Projekte wie die Jugendmedienwerkstatt in der alten Molkerei zum Laufen zu bringen – gar das Haus zu sanieren.

Aus Sicht des Vorsitzenden des Bauausschusses der Stadt Rehna, Jochen Oldenburg, könnte solch eine Sanierung kostspielig sein: „Nutzbar ist nur der ehemalige Werkraum der Schule. Ansonsten fehlt im Obergeschoss der Fußboden, eine Mauerwerks-Instandsetzung ist nur mit großem Aufwand möglich. Nach ersten Schätzungen bräuchten wir an die 300000 Euro allein für die Außenhülle.“ Zu teuer, meint selbst das Jugendhilfezentrum Käthe Kollwitz und sieht bislang kaum Chancen, die Molkerei als Jugendklub und Medienwerkstatt zu nutzen, so das Fazit nach einer Begehung. „Man bedenke, für die Hälfte der Finanzmittel ließe sich ein Fertighaus an der Schule errichten“, meint Oldenburg.

Aber genau vom Gegenteil möchten Malz und Schulsozialarbeiter Rainer Kruse die Stadt überzeugen. „Die Alte Molkerei hat einen gewissen Charme, sie ist irgendwie ideal für ein Projekt mit Jugendlichen“, meint Kruse. Christian Malz sieht im Backsteinbau sogar ein Betätigungsfeld für Überörtiche Ausbildungszentren: „Junge Leute erhalten die Chance, ihr handwerkliches Wissen und Können zu vertiefen. Die Medienwerkstatt in der Goethestraße wäre ein Projekt, welches die Jugendlichen von Anfang bis zum Ende mitgestalten. So etwas stärkt das Selbstbewusstsein unserer Kinder.“

Ob die Molkerei in naher Zukunft dem Abriss geweiht ist, steht bislang nicht fest. Der Hauptausschuss der Stadt möchte darüber noch beraten.

aus SVZ vom 16.03.2007



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Datum:   16. März 2007
Sort Nummer:   2
 
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