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Im Zentrum der Geschichte

Seminarauftakt in Schlagsdorf / Jörn Mothes warnt vor verklärtem Bild der DDR

Schlagsdorf Vor einem verklärten und falschen Geschichtsbild der DDR hat der Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Jörn Mothes, in Schlagsdorf gewarnt. Dort begann gestern ein zweitägiges Landesgedenkstätten-Seminar mit mehr als 40Teilnehmern aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Bundesgrenzschützer, Lehrer, Chronisten, Doktoren, Professoren, Oberstaatsanwälte, ehemalige Grenzsoldaten der NVA. Sie alle nehmen teil an dem Seminar "Innerdeutsche Grenze - zum Umgang mit der Vergangenheit". Dabei soll dieses Kapitel näher beleuchtet und auch neue Forschungsergebnisse präsentiert werden. Das sagte gestern Andreas Wagner vom Verein Politische Memoriale, eine staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung mit Sitz in Schwerin.

Wagner warnte gestern ebenso wie Jörn Mothes vor einem verklärten und womöglich falschen Geschichtsbild des Arbeiter- und Bauernstaates. Denn das Thema DDR werde zu stark vernachlässigt und zu oft auf positive Erinnerungen reduziert.

Gerade Jugendliche hätten oft eine falsche Vorstellung von der DDR - zumal das Thema im Unterricht offenbar stiefmütterlich behandelt wird. Wagner meinte gar: "Die DDR fällt beim Unterrichtsplan praktisch hinten hinunter. Es gibt bei Lehrern sogar ein Abwehrverhalten, wenn es darum geht, eine kritische Perspektive auf die DDR zu entwickeln."

Dass es durchaus positive Ansätze gibt, darauf verwies der Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen Jörn Mothes. So hätten allein in den vergangenen drei Jahren 120 Schulen das Angebot "Die DDR im Schulunterricht" genutzt. Doch was fehlt, ist mehr Personal. Das gerade einmal dreiköpfige Mothes-Team stößt an seine Grenzen im Flächenland M-V.

Apropos Grenze. Flüchtlinge, Zwangsausgesiedelte, ehemalige Grenzsoldaten und Einwohner des ehemaligen Sperrgebietes machten ihre eigenen, unterschiedlichen Erfahrungen mit dem Grenzsystem. Darüber werden die Zeitzeugen am heutigen zweiten Seminartag berichten, wenn sie interviewt werden.

Dass immer mehr Menschen über die Vergangenheit jetzt öffentlich reden wollen und endlich auch können, diese Erfahrung hat Rainer Kluck vom Grenzhuus gemacht. Kluck wörtlich: "Noch vor fünf Jahren waren die Leute zögerlich. Jetzt ist es so, dass immer mehr zu uns kommen und uns ihre eigene Geschichte erzählen wollen."

Für Professor Dr. Matthias Pfüller vom Verein Politische Memoriale ist dies ein Indiz dafür, dass die Gedenkstätte - sofern das Grenzhuus so bezeichnet werden kann - funktioniere.

von Michael Schmidt
aus SVZ vom 15.03.03
Lesen sie auch es war einmal in der DDR... im Bereich Aktuell der Gemeinde Schlagsdorf.



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Link2:   http://www.grenzhuus.de
Datum:   16. März 2003
 
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