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Windpark: Welche Rolle spielt der Kreis?

Umstrittene Fragenbogenaktion in Wedendorf

Wedendorf/Kasendorf • Eine Verwaltung, die sich kaum rührt. Umfragezettel, die Till Eulenspiegel hätte entwerfen können – im Nordwest-Kreis bahnt sich ein handfester Skandal an. Dabei geht es um einen geplanten Windpark, bei dem Geld eine große Rolle spielt.

In den Müll würden die Umfragezettel gehören. Daraus macht der Kasendorfer Martin Rüthenbudde keinen Hehl: "Entweder stimmen wir hier richtig ab, wie bei einer Wahl oder gar nicht." Rüthenbudde ist wie viele Kasendorfer sauer. Sein Groll richtet sich gegen die Gemeindevertretung Wedendorf. Sie ließ Umfrage-Zettel "an alle Haushalte" verteilen. Darauf sollen Einwohner der Gemeinde per Unterschrift bekunden, ob sie für oder gegen den geplanten Bau von fünf Windkraftanlagen sind. Der Clou: Nicht abgegebene Fragebögen werden als Zustimmung für den Bau gezählt!

Verwaltungsexperten der Region sind entsetzt: Solch eine Umfrage käme einem Schildbürgerstreich gleich. Die Zettel seien wohl von Till Eulenspiegel entworfen worden, heißt es aus den Amtsstuben.

Wer glaubt, die Kreisverwaltung würde einschreiten, irrt. Sie lehnte es gestern gegenüber unserer Zeitung ab, einen Vertragsentwurf zwischen der Gemeinde Wedendorf und dem Investor zu prüfen und Stellung zu einer rechtlich umstrittenen Passage zu beziehen.

In dem SVZ vorliegenden Entwurf ist eine Klausel verankert, wonach die Gemeinde 750000Euro erhalten soll. Vorausgesetzt: Die fünf Windkraftanlagen werden errichtet. Kasendorfer halten dies für ein illegales Lockgeschäft.

"Wir hier sind uns einig und wollen keine Windräder", verdeutlicht Peter Schulze. Auch ihm flatterte einer der Umfragezettel ins Haus. Das Papier widerspreche sämtlichen demokratischen Regeln.

Nicht alle Kasendorfer lehnen die Windriesen kategorisch ab. Ein älteres Ehepaar meint: "Lieber solche Anlagen, als einen Atommeiler vor der Tür." Diese Argumentation dürfte dem Wedendorfer Bürgermeister Dieter Schrader gefallen. Er will scheinbar mit aller Macht die Windmüller in seine Gemeinde holen. Denn nach der Zahlung von 750000 Euro wären aus seiner Sicht alle Finanzsorgen der Gemeinde erledigt.

Interessant in diesem Zusammenhang: Im Vertragsentwurf existiert ein Passus, wonach bei der Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen ortsansässige Unternehmen berücksichtigt und bei gleichem Leistungsbild zu bevorzugen seien.

von Michael Schmidt
aus SVZ vom 27.01.2006



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Datum:   27. Januar 2006
Sort Nummer:   1
 
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