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Sercive-Portal für Angler kommt

Gewässer im Nordwesten werden untersucht / Sechs EU-Länder am Vorhaben beteiligt

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Rehna • Angeln in sensiblen Naturräumen oder Fischwirtschaft in Gewässern der Biosphäre Schaalsee sind nicht immer mit Naturschutzbestimmungen vereinbar. Im Rahmen eines EU-Projektes wird geprüft, die Bestimmungen zu lockern. Federführend ist das Amt Rehna.

Den Angeltourismus in Schutzgebieten im bescheidenen Rahmen auszubauen, lautet das erklärte Ziel der Arbeitsgruppe um Gudrun Zupke-Höpel von der FAW (Fortbildungsakademie der Wirtschaft) Rehna und Regionalamtsleiter Volker Jödicke. Gemeinsam mit Sassi Wemmer aus Schweden arbeiteten sie dieser Tage an der Umsetzung des Anliegens. Unter der großen Überschrift "Interreg" (Stichwort rechts) koordiniert die FAW die Arbeit der insgesamt 24 Partner aus sechs europäischen Ländern.

Die Neuerungen für die Petrijünger im Nordwesten sind ganz praktischer Natur. Auf der Homepage "angelregionen.de" im Internet, werden die Angler künftig alle wichtigen Daten über die Gewässer abrufen können. "Zwischen der Ostseeküste bis Zarrentin sind bereits 200 Gewässer in einer Datenbank gelistet. Im Prinzip haben wir eine gute Grundlage in Deutschland. Wir müssen sie nur nutzbar machen", betont Volker Jödicke.

Zu jedem Gewässer gebe es Tiefenangaben und Hinweise, ob mit oder ohne Boot geangelt werden darf. Spezielle Angaben benötigen Gewässer in Schutzgebieten, da dort nicht alle Bereiche befahren bzw. betreten werden dürfen. "Für solch einen Fall ist ein Angelführer im Gespräch, der die Petrijünger während ihres Urlaubs unterweist", so Gudrun Zubke-Höpel.

Mit Blick auf die hier gelisteten 200 Gewässer kann der Schwede Sassi Wemmer nur lächeln: "Bei uns in der Region Sjukärad (Südschweden) zählen wir an die 2400 Seen." Traumhafte Bedingungen für Angler. Um allerdings einen Fisch zu landen, braucht es Kenntnisse über die Gewässer. Ein Angelguide oder aussagekräftige Gewässerkarten wären von Vorteil, meint auch Sassi Wemmer und freut sich auf die Projektarbeit.

Die Federführung im Projekt "Angeln in sensiblen Bereichen" liegt beim Amt Rehna. "Über uns wird das 1,5 Millionen Euro umfassende Vorhaben abgerechnet", sagt Regionalamtsleiter Volker Jödicke. Neben einer echten Zusammenarbeit der einzelnen Kommunen in sechs europäischen Länder gehe es eben speziell auch darum, den Anglern in der Heimat oder Touristen die schöne Natur nicht nur im Nordwesten Mecklenburgs zugänglich zu machen. Die beteiligten Partner kommen dabei aus Deutschland, Polen, Litauen, Estland, Finnland, Schweden und Dänemark.

In allen Ländern gibt es unterschiedliche Naturschutzbestimmungen bzw. Regularien. Wille der EU sei es, klare einfache und verständliche Regelungen zu finden. "Bei uns ist der Angeltourismus in Schutzgebieten u.a. in der Biosphäre Schaalsee kaum möglich", so Jödicke.

Ob diese Bestimmungen im Detail gelockert werden können, hängt letztendlich vom Verhandlungsgeschick mit zuständigen Behörden ab. Jödicke und Zubke-Höpel sind optimistisch: "Wir haben alle wichtigen Partner am Tisch. Darunter der Landesanglerverband, der Kreisangelverband Nordwestmecklenburg, die Biosphäre Schaalsee, den Tourismusverband und den WWF." Das Besprochene werde mit den Landesbehörden abgestimmt. Am Ende könne keine Behörde über die neuen, im Sinne der EU, gefundenen Vereinbarungen hinweggehen, meint Jödicke.

Von den beginnenden Untersuchungen aller Gewässer der Nordwestregion, könnten sogar die Berufssfischer in der Biosphäre Schaalsee profitieren. Bislang ist es beispielsweise untersagt, den Röggeliner See mit Karpfen zu besetzen. Aus Sicht des Naturschutzes wäre dies ein Eingriff in den Naturraum. Für die Fischer wäre es allerdings wirtschaftlich notwendig. "Wie sich ein Besatz tatsächlich auswirkt, wurde nie untersucht. Mit unserem Projekt können wir aufklären und sogar Unternehmenskonzepte bis hin zur Gastronomie für die Fischer entwickeln", sagt Gudrun Zubke-Höpel.

von Volker Bohlmann
aus SVZ vom 05.01.2006



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Datum:   05. Januar 2006
Sort Nummer:   3
 
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