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800 Jahre alte Dynastie aus MV

Die adelige Familie von Bülow ist nach ihrem Stammsitz benannt: Dem Dorf Bülow bei Rehna. Das Wort ist mecklenburgische Mundart und wird hier als Name für den Vogel Bülow gebraucht, der auch Pirol oder Goldamsel heißt.




Die Familie geht auf Gottfried von Bülow zurück, der 1154 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie hatte großen politischen Einfluss und stellte im 13. und 14. Jahrhundert insgesamt vier Bischöfe von Schwerin.


Hintergrund

Gadebusch • Ihre Familie lebt seit Generationen in Dänemark. Aber ihre Wurzeln liegen in Mecklenburg – und reichen mehr als 850Jahre in die Geschichte zurück. Olaf und Fritz von Bülow gingen gestern in Gadebusch auf Spurensuche. Im Heimatmuseum erforschten die dänischen Adeligen die Geschichte ihrer Familie: Die Vettern Olaf und Fritz sind schon die 21. urkundlich nachweisbare Generation.

Olaf und Fritz von Bülow schauten schon aus dem Auto lange am Turm der Stadtkirche von Gadebusch hoch. Ein paar Minuten später traten sie bedächtig durch das Portal: Da, wo die beiden Adeligen für ein paar Stunden auf Besuch waren, mögen frühere Generationen ihrer Familie aus- und eingegangen sein. Denn die Wurzeln der Familie von Bülow reichen 850 Jahre in die Geschichte des Landes zurück (siehe Hintergrund).

Die Vettern Olaf und Fritz von Bülow gingen in Gadebusch auf Spurensuche. "Ich musste meinem zehnjährigen Enkelkind, das in Amerika lebt, schon oft von den Erlebnissen erzählen, die unsere Vorfahren gemacht haben", sagte Fritz von Bülow. Auf einem Kalkberg bei Rehna stehen die Fundamente der Stammburg. Vor allem im 13. und 14. Jahrhundert lenkten die von Bülows als eine der mächtigsten Familien die Geschicke der Region.

"Wir sind ursprünglich eine mecklenburgische und holsteinische Familie", sagte Olaf von Bülow, "ungefähr ein Drittel der von Bülows leben so wie wir heute in Dänemark." Frank Rohmann vom Kulturhistorischen Verein 1712 führte durch die Stadt. Am Fuß der Kirchentreppe zur Lübschen Straße erzählte er ihnen, wie einer ihrer berühmtesten Vorfahren an genau dieser Stelle vorbeigekommen ist: "Es war der 20. Dezember 1712, der Morgen der Schlacht bei Wakenstädt." Der Brigadier Reimer-Hans von Bülow führte das Dragoner-Leibregiment des dänischen Königs Frederik in die Schlacht. "Es war diesig. Von Bülow ritt in einer glänzenden Uniform durch das Tor, das hier stand. Nach der Schlacht trugen seine Männer ihn zurück – in verschmutzen, beschädigten Sachen." Der Brigadier war bei dem Versuch gefallen, den Vormarsch der schwedischen Armee zu stoppen. Wortlos blickten Olaf und Fritz von Bülow die Lübsche Straße hinunter, durch die der tote Offizier vor fast 293 Jahren getragen worden war. "Der Brigadier entstammte der 14. Generation unserer Familie", sagte Olaf von Bülow. Er selbst und sein Vetter zählen in der Ahnentafel der von Bülows zu Generation Nummer 21.

von Stefan Homann
aus SVZ vom 7. Dezember 2005



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Datum:   09. Dezember 2005
Sort Nummer:   5
 
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