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Klosterstadt setzt auf Zuwachs

Entwurf des F-Planes verabschiedet / Kruggärten als mögliches Bauland deklariert

Nach dreijähriger Debatte ist er vom Tisch, der Entwurf der 2. Änderung des Flächenutzungsplanes für die Stadt Rehna. Er sieht u. a. vor, dass ein Teil der Kruggärten als mögliches Bauland favorisiert wird. Eine Entscheidung, die die über 40 anwesenden Kleingärtner scharf kritisierten.

Es war ein Schlag ins Gesicht der 40 anwesenden Kleingärtner, als die vom Bürgermeister Werner Schnee unterstützte Entscheidung der Stadtvertreter fiel, dass ihr gepachtetes Gartenland einmal zu Bauland werden könnte. Monatelang haben sie versucht mit Unterstützung des Umweltausschusses Rehna die Stadtväter umzustimmen. Keine Chance. Selbst Sachargumente, wie die noch über zehn Jahre laufenden Pachtverträge oder der bereits vorhandenen Überschuss an Bauland im Stadtgebiet, kamen nicht an.

Damit scheiterte auch der von Stadtvertreter Torsten Richter gestellte Antrag, die "Wohnbauflächen im Bereich Kruggärten" aus dem Flächennutzungsplan als solche zu streichen. "Es gibt überhaupt keinen Handlungsbedarf. Wenn in zehn Jahren die Notwendigkeit besteht, können wir die Kruggärten immer noch zu Bauland erklären. Wir sollten die Lippenbekenntnisse, Othensdorf und Brützkow zu fördern, endlich in die Tat umsetzen", argumentierte Richter im Sinne der Nachhaltigkeit und Erhaltung der natürlichen Ressourcen der Stadt.

Richters politischer Widersacher, Alfred Böttcher, zeigte sich plötzlich erstaunt über solch einen Antrag. Um ein Abdriften Böttchers in eine persönlich beleidigende Diskussion zu verhindern, ermahnte Bürgermeister Werner Schnee, den fraktionslosen Böttcher, doch inne zu halten. Der allerdings nutzte seine Chance seinem politischen Gegner die Mehrheit zu verbauen. Böttcher "fiel um" und stimmte mit Nein. Aufgrund dessen, dass zwei Stadtvertreter fehlten, scheiterte Richters Antrag mit vier zu sieben Stimmen.

Werner Schnee zählte nochmals die Argumente auf, die zu dieser Entscheidung führten: "Es gibt 55 freie Gärten, eine Fläche von 33000 Quadratmetern. Und die sollte nicht verwuchern."

Folglich fand sich ein Tagesordnungspunkt später die notwendige Mehrheit für die zweite Änderung des Flächennutzungsplanes. Eine Entscheidung "vorbei am Bürgerwillen", so die Kleingärtner. Sie verließen aus Protest den Sitzungssaal.

Der verabschiedete Entwurf des Flächenutzungsplanes beinhaltet das Entwicklungskonzept für das Territorium der Stadt. Dazu gehören die Lückenbebauung in den Ortsteilen, eine erweiterte Wohnbaufläche nordwestlich des Neuen Steinwegs (bisheriges Gartenland), die Erweiterung des Gewerbegebietes an der B 104 auf 15 Hektar, die mögliche Wohnbaufläche in den Kruggärten (10 Wohneinheiten) sowie die Erweiterung der Wohnbaufläche an der südlichen Stadtgrenze (Gaswerk) sowie der Ausbau der Bahnlinie in Richtung Schönberg.

Dennoch, ganz erfolglos war die "grüne Fraktion" im Stadtparlament nicht. Im Entwurf des Flächennutzungsplans ist der Landschaftsplan enthalten. Er schreibt fest, welche Gebiete im Stadt- und Randgebiet von Rehna als Naturraum entwickelt werden sollen bzw. als Ausgleichsfläche für Baumaßnahmen zur Verfügung stehen. Ein Pilotprojekt, welches bisher einmalig in Mecklenburg-Vorpommern sein dürfte, zumal auch die Umlandgemeinden entlang der Radegast mit eingebunden sind.

von Volker Bohlmann
aus SVZ vom 22.02.03



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Datum:   22. Februar 2003
 
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