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JHZ setzt auf Hilfe statt Hilflosigkeit

Jugendhilfezentrum Rehna bietet neben Kita-Betreuung umfangreiche Erziehungshilfen an

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Rehna • Ob die Einweihung der Kita Burgsee in Gadebusch oder die Übernahme der Kita in Carlow – das Jugendhilfezentrum "Käthe Kollwitz" Rehna bringen viele vorrangig mit Kindertagesstätten in Verbindung. Sie sind jedoch nur ein Teil der Vereinsarbeit. In den vergangenen Jahren hat das JHZ in der Region ein umfangreiches Netz von Hilfen zur Erziehung aufgebaut.

Die Vereinsgründung liegt zwar fast 13 Jahre zurück. An die Anfänge der Arbeit erinnert sich Geschäftsführer Holger Glatz aber noch, als wäre es gestern gewesen. "Nach der politischen Wende ist bei einigen Mitarbeitern des Kreiskinderheimes Rehna sowie engagierten Bürgern die Idee entstanden, die Jugendhilfearbeit auszubauen."

Doch bis zur Vereinsgründung am 11. Mai 1992 sollten noch einige Monate ins Land ziehen. Monate, in denen die späteren Vereinsmitglieder nicht untätig waren: "1991 haben wir die ersten beiden Tagesgruppen gegründet, im August wurde das Kinderheim in Jugendhilfezentrum umbenannt", erinnert sich Glatz, der damals das Heim leitete.

Mit der Vereinsgründung wurde schließlich die rechtliche und wirtschaftliche Grundlage für den Aufbau einer umfangreichen Jugendhilfearbeit gelegt. Wenige Wochen später wurde der Verein als Freier Traeger der Jugendhilfe anerkannt.

Hemmschwelle der Betroffenen ist groß

Im Laufe der Zeit entstanden mehrere Tagesgruppen, von denen derzeit noch drei existieren: in Rehna, Gadebusch und Grevesmühlen. Hier werden acht bis zehn Kinder, die beispielsweise verhaltensauffällig sind und bei denen Eltern einen Antrag auf Erziehungshilfe gestellt haben, nach der Schule von zwei Erzieherinnen betreut.

Dass die Gruppen in Klütz, Lützow und Neukloster in den vergangenen Jahren geschlossen wurden, liege nicht in erster Linie am mangelnden Bedarf. "Vielmehr ist die Hemmschwelle, Hilfe einzufordern, bei den betroffenen Familien oftmals sehr groß", so Glatz. Das gelte insbesondere auch für den stationären Bereich. Dahinter verbirgt sich eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung von 12- bis 18-Jährigen, die in einer Art Wohngemeinschaft wie einer Großfamilie zusammenleben. Derzeit nutzen etwa 45 Kinder aus Nordwestmecklenburg, Wismar und dem Herzogtum Lauenburg dieses Hilfsangebot. "Durchschnittlich werden die Mädchen und Jungen zwei Jahre betreut." Ende der 90er-Jahre waren es drei bis vier Jahre. "Inzwischen gehen dem häufig andere Hilfsangebote voraus."

Ein hohes Maß an Selbstständigkeit lernen Jugendliche im betreuten Wohnen. Die Mädchen und Jungen leben in einer eigenen Wohnung und können jederzeit auf die Hilfe ihrer Betreuer zählen. Im Gegensatz zur stationären Betreuung sind diese aber nicht 24 Stunden vor Ort. In Traegerschaft des JHZ befinden sich auch der Jugendclub in Rehna, die Schulsozialarbeit an der Regionalen Schule der Radegaststadt sowie diverse Jugendhilfestationen, wie beispielsweise die Erziehungsberatung in der Rehnaer Goethestraße.

Oberstes Ziel: Das Angebot beibehalten

Eines der nächsten Projekte ist die Übernahme der Kita Schlagsdorf in diesem Jahr. Dann befinden sich insgesamt neun Kindertagesstätten in Traegerschaft des Jugendhilfezentrums. Derzeit werden etwa 900 Kinder in den Kitas und im Hort betreut.

Mit dem umfangreichen Angeboten versucht der Verein der Gesellschaftsstruktur Rechnung zu tragen, die sich seit dem Ende der 80er-Jahre grundlegend gewandelt und damit auch die Inhalte der Jugendarbeit maßgeblich beeinflusst hat. "Arbeitslosigkeit, Lehrstellenmangel, Drogen, Kriminalität – die Probleme der Jugendlichen sind komplizierter geworden", sagt Glatz. "Wenn wir das Angebot, das wir geschaffen haben, halten können, haben wir viel erreicht."

Sylvia Parton



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Link2:   http://www.jhz-rehna.de
Datum:   24. Februar 2005
Sort Nummer:   2
 
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