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Mammutaufgabe: Rehnaer Kloster

Kleinstadt Rehna stemmt seit Jahren mit dem Amt eine zu wenig beachtete Last bei der Sanierung





Rehna • Klosterstadt, diese Bezeichnung hat Rehna sich schon lange verdient. Denn seit der Wende hat die kleine Stadt eine beispiellose Last gestemmt, nur wird das öffentlich kaum gewürdigt. Schon für dieses Jahr stehen die nächsten Sanierungsschritte an, deren Ergebnisse auch die touristische Nutzung beflügeln können.

Die Sanierung oder Wiederherstellung des sehr weitläufigen Rehnaer Klosters gehört seit Jahren zu den Streitthemen in der ganzen Region. Doch der Vorwurf mancher Aktivisten, es passiere zu wenig am Kloster, die Stadt nutze vor allem die Möglichkeiten der touristischen Nutzung nicht, hält einer Überprüfung nicht stand. Vielmehr haben das Amt und mit ihm auch die Stadt Rehna extrem viel für den Erhalt und auch den Wiederaufbau getan.

Langes Haus als Grundstein

Bereits mit der Sanierung und dem Ausbau des Langen Hauses als Amtssitz wurde ab 1995 eine Grundlage geschaffen, um das Klosterareal überhaupt wieder einer Nutzung zuführen zu können. Gute 3,9 Millionen Mark kostete der Bau, der wesentlich über eine Sonderbedarfszuweisung finanziert wurde. Was gerne vergessen wird, im Eigenanteil des Amtes sind zu einem Drittel Mittel der Stadt Rehna "versteckt".

Ausbau des Nordflügels<

Es folgte der Ausbau des Nordflügels. Das ist der Komplex, in dem heute die FAW residiert. Zu dem Komplex gehörte auch ein Teil des Außengeländes mit den Parkplätzen des Amtes. Insgesamt ging es um gut 820000 Euro, die Förderung betrug beachtliche 530000 Euro mit Städtebaufördermitteln.

Die Stadt Rehna war ebenfalls beteiligt an der Sanierung der Abwasseranlage für den Innenhof des Klosters. Zum Ausbau gehörten auch die Verlegung von Stromleitungen, Installationen, die für Feierlichkeiten jeder Art gern genutzt werden.

Parallel begannen kleinere Arbeiten. Dazu gehört z. B. der Kapitelsaal, der seit einigen Jahren nutzbar ist. Nun soll der "Rohbau" auch mit einer vernünftigen Heizung ausgestattet werden, die den hohen Ansprüchen der Denkmalschützer entspricht. Denn deren Urteil gehört bei jedem geplanten und dann auch ausgeführten Handgriff beim Kloster automatisch mit dazu. Ansonsten wäre an die vielen Fördermittel nicht zu denken gewesen.

Die Heizung ist nur ein Teil der Arbeiten, die geplant sind. Denn auch das Amt und die Stadt haben z. B. ein Interesse daran, den südlichen Kreuzgang, der im Kapitelsaal beginnt, wieder zu öffnen. Doch bevor damit eine der wichtigsten Forderungen des Klostervereins umgesetzt werden kann, müssen die Gutachter ran und muss vor allem die Finanzierung bedacht werden. Und da läuft der Stadt Rehna nämlich auch die Zeit davon.

Konzentration auf den Südflügel des Klosters

Denn die nötigen Fördermittel stehen nicht ewig zur Verfügung. Hans-Martin Buschart vom Amt Rehna geht davon aus, dass diese nur noch bis 2007 zur Verfügung stehen. Und so rückt vor allem der derzeit leer stehende Südflügel des Klosters in den Mittelpunkt. Das ist der Teil der Anlage, der zum Außenparkplatz grenzt. Der Komplex könnte nach der Sanierung teilweise vom Amt genutzt werden, aber auch von der Polizei und einigen anderen Einrichtungen. Leer stehende, sanierte Bereiche des Klosters kann sich die Stadt nicht leisten.

Hinzu kommt, dass auch aus anderer Sicht Gefahr im Verzuge ist. So gibt es sowohl im Südflügel als auch im Ostflügel wertvolle Wandmalereien, die dringend erhalten werden müssen. Auch das bindet Mittel, sicher aber zugleich die spätere touristische Nutzung. Zumindest mit der Sanierung des Südflügels soll noch in diesem Jahr begonnen werden.

Dabei geht es insgesamt um 500000 Euro, zwei Drittel der gewaltigen Summe wären über die Städtebauförderung zu bekommen. Das wiederum wäre ohne das Engagement der Stadt Rehna undenkbar. Parallel laufen die Bemühungen im Ostflügel und die Öffnung des Kreuzganges zusammen mit den Arbeiten für den Kapitelsaal. Auch hier 150000 Euro sind über Leader + zumindest angemeldet worden. Ob die Gelder tatsächlich zur Verfügung stehen, ist noch nicht klar. Doch ein anderer Weg bleibt nicht.

Mit den normalen Haushaltsmitteln wären die anstehenden Aufgaben im Kloster nicht ansatzweise zu meistern. Und so wird es auch in den kommenden Jahren dabei bleiben, dass stetig weiter gemacht wird. Denn auch die Ungeduldigsten können die benötigten Mittel nicht schneller auftreiben.

von Mayk Pohle
aus SVZ vom 24.02.2005



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Datum:   24. Februar 2005
Sort Nummer:   2
 
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