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Wedendorf träumt vom Geld

Gemeinde steht Windpark positiv gegenüber / 22 Anlagen im Gespräch

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Wedendorf / Kasendorf • Mit Hochdruck arbeitet die "NaturWind-Schwerin GmbH" an der Planung für einen Windpark bei Kasendorf. Der Boden für die anstehende Änderung der Raumordnung wird bereitet. War anfangs von sechs Anlagen die Rede, sprechen die Planer nun von 22 Windriesen.

Die Gemeinde Wedendorf hält es für denkbar, dass im Abstand von 1000 Metern zum Ort Kasendorf ein Windpark mit sechs Anlagen entstehen könnte. Bislang ist nichts amtlich, nichts bestätigt. Aber, so Bürgermeister Dieter Schrader: "Bisher gibt es in der Gemeinde keine gegenteiligen Meinungen zum Projekt." Lediglich Gemeindevertreter Thomas Behrens hat aufgrund der wohnlichen Nähe mehr als Bauchschmerzen und kritisiert die ehrgeizigen Pläne.

Auf der jüngsten Versammlung hatte die Kommune die Planer des Windparks von NaturWind-Schwerin GmbH zur Besprechung eingeladen. Das Ziel: Die Gemeinde nebst Grundstückseigentümer hinter sich zu bringen.

Bis aus den Planungen Realität wird, dürften allerdings einige Monate oder gar Jahre vergehen. Der Grund: Die Regionalplanung Westmecklenburg befindet sich in der Überarbeitung. Die Kennzeichnung neuer Windeignungsräume ist dabei nicht ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund mühen sich die Planer der Windriesen. Sie sammeln Argumente, schließen Verträge, um am Ende leichteres Spiel bei der Vergabe der wichtigen Eignungsräume zu haben. Für den Geschäftsführer der NaturWind-Schwerin GmbH, Markus Göddecke, kein Geheimnis: "In Westmecklenburg haben wir verschiedenste Flächen unter Berücksichtigung der Kriterien zum Raumordnungsprogramm einbezogen. Konfliktsituationen mit der Tierwelt und den Wohnräumen wurden beachtet." Am Ende blieb z.B. die Fläche zwischen Kasendorf, Hindenberg, Diedrichshagen und Blieschendorf übrig.

Pläne blieben geheim

War im vergangenen Jahr noch von sechs Anlagen die Rede, gestanden die Windplaner auf Drängen von Gemeindevertreter Behrens, dass die Gesamtplanung für 22 Anlagen erstellt wird. Lediglich sechs davon stünden auf dem Gebiet von Wedendorf.

Für ihr Engagement zur Errichtung der bis zu 150 Meter hohen Windriesen winkt den Wedendorfern nach der Umsetzung ein Sponsoringvertrag bzw. ein Stiftungskapital in Höhe von 210000 Euro (SVZ berichtete). Eine Summe, die bei guter Verzinsung Kapital abwirft für gemeinnützige Projekte. Nach Schätzungen dürften dies 12000 Euro im Jahr sein, in zehn Jahren somit 120000 Euro. Dafür verändert sich die Hügellandschaft rund um Wedendorf nachhaltig, trohnen die Windräder über dem Turm des Rehnaer Klosters und sind zudem um 30 Meter höher als jene, die bei Löwitz stehen. Dies vor Augen, befürchten die bislang wenigen Kritiker eine Entwertung ihrer Grundstücke. Nicht zu vergessen: Für das verzinste Kapital in Höhe eines Einfamilienhauses bleibt über Generationen eine verbaute Landschaft zurück.

Dessen ist sich Bürgermeister Dieter Schrader bewusst. In seiner Brust schlagen allerdings zwei Herzen. Er selbst ist nicht unbedingt für die Windriesen, aber Kasendorf ist weit und das Geld könne die Gemeinde schon gebrauchen. "Sprechen wir uns dagegen aus, werden die Kommunen in der Nachbarschaft ins Boot genommen", ist sich Schrader sicher.

Der von der "NaturWind-Schwerin GmbH" vorgelegte Vertrag solle nun geprüft werden. "Das Geld muss in Wedendorf bleiben", so Schrader. Er pocht auf den Sitz der GmbH in Wedendorf. Schließlich wolle man die ab dem 10. Jahr versprochenen Steuereinnahmen gerne mitnehmen.

Wer die möglichen Investoren sind, bleibt offen. "Diese sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt", sagt Markus Göddecke. Dennoch klingt er optimistisch, schließlich seien die Wedendorfer nicht abgeneigt. Und: "Wir haben die Grundstückseigentümer bereits unter Vertrag."

Über Studien, die die Bundesregierung in Auftrag gegeben hatte und die deren Förderpolitik ad absurdum führt, spricht in Wedendorf niemand. Demnach wird der Ökostrom bis zum Jahr 2015 mit 5,4 Milliarden Euro teuer erkauft. Des Weiteren können die Produzenten die Mehrkosten für Reserveenergie auf die laufenden Stromkosten und damit auf die Kunden umlegen.

Volker Bohlmann
aus SVZ vom 28.01.2005



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Datum:   28. Januar 2005
Sort Nummer:   3
 
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