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Rehna will Chancen im Tourismus suchen

Rehna - Bei der Podiumsdiskussion in Rehna ging es um verlorene Arbeitsplätze, neue Chancen durch die A 20, aber auch darum, wie der Tourismus den Geschäftsleuten nützt.



Nach dreistündiger intensiver Diskussion verließen nicht alle der 90 Teilnehmer zufrieden das Hotel "Stadt Hamburg".

Zum Thema "Wirtschaft in einem schwierigen Umfeld - wo liegen die Chancen der Klosterstadt Rehna" hatte der Verein für Handwerk und Gewerbe eingeladen - er entstand im vergangenen Jahr wie Phönix aus der Asche - zählt derzeit über 30 Mitglieder.

Wirtschaftsförderer Martin Broziat vom Landkreis sprach gleich zu Beginn Klartext: "Rehna hat zwar eine günstige Zufahrt zur A 20, liegt aber nicht direkt an der Autobahn." Mittelfristig würden die Region und die Stadt dennoch von der Verkehrsanbindung profitieren. Letztendlich würden die Firmen selbst entscheiden, wo sie sich ansiedeln. Da in Deutschland generell Konjunkturflaute angesagt sei, dürfe sich Rehna nicht allzu große Hoffnung machen. Der Begriff "Pendlerstadt" sei daher nicht negativ zu werten.

Landrat Erhard Bräunig bekräftigte diese Einschätzung. Jüngst traf er Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt bei der Industrie- und Handelskammer in Schwerin, und der habe sinngemäß gesagt, dass sich der Staat mit der ständig wachsenden Arbeitslosigkeit ins Chaos manövriere. Die ökonomische Einheit sei vertan. Als schlimm empfindet Bräunig, dass auf Wahlplakaten in Holstein schwarz auf weiß zu lesen sei, dass "man uns nicht will".

Bürgermeister Werner Schnee bestritt, dass die Stadtvertreter und die Verwaltung zu wenig für Rehnas Wirtschaft tun würden. Sein Argument: Die Anzahl der Gewerbebetriebe ist von 125 im Jahr 2002 auf 140 im Vorjahr gestiegen. Allerdings würde ihm die schwache Auslastung des Gewerbegebietes "auch nicht gefallen". Doch hätten Interessenten aus Lübeck und Schweden wegen finanzieller Schwierigkeiten, keinen Kaufvertrag unterschrieben.

Der Gewerbevereinsvorsitzende Hanno Hoffmann hält die Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe für dringend geboten. "Neue Versicherungsvertreter bringen der Region gar nichts. Durch den Weggang oder die Insolvenz von Firmen, wie Trikota, Fenster-Falk, Möbelwerk und Spektrum sind hunderte von Arbeitsplätzen weggebrochen."

Kreistagspräsident Dr. Ulrich Born (CDU) hofft auf Synergieeffekte durch die A 20. Er ermunterte die Rehnaer den Tourismus auszubauen, denn "er kurbelt auch die Wirtschaft an". An die Adresse der Landesregierung sagte er: "Mit dem Bürokratieabbau muss endlich Ernst gemacht werden."

Mut mit dem Pfund "Klosterstadt" zu wuchern, machte schließlich der Landrat. Bräunig sagte: "Der Name Rehna ist eng mit dem Kloster verbunden, es ist quasi ein Markenzeichen. Rehna ist eine lebenswerte Stadt." Er habe aber auch Diskrepanzen zwischen dem Klosterverein und der Stadt herausgehört, die müssten schnell abgebaut werden, mahnte Bräunig.

Eva Doßmann, Klostervereins-Vorsitzende, bestätigte die Beobachtung. Sie wünschte sich mehr Unterstützung - nicht nur finanziell, sondern auch ideell - bei Plänen zur Steigerung der Attraktivität des zweitgrößten Klosters in Mecklenburg. In diesem Jahr soll es 25 000 Besucher anziehen - und helfen, die Wirtschaft zu beleben.

Von Gerhard Dietrich, LN
aus Lübecker Nachrichten vom 22.01.2005



Link:   http://www.ln-online.de/regional/nordwestmecklenburg.htm
Datum:   23. Januar 2005
Sort Nummer:   3
 
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