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Rehna: Das Ende der Sprachlosigkeit?

Vom Diskussionsforum über die Zukunftschancen der Wirtschaft in der Klosterstadt

Rehna • Die Zukunftschancen der Kleinstadt Rehna standen am Donnerstagabend im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion im Hotel Stadt Hamburg. Kreispoltiker, Wirtschaftsförderer, Bürger und Vereine präsentierten ihre Ideen für einen Weg in die Zukunft.


Dass die Kleinstadt Rehna sich nicht über die Metropolen Hamburg und Lübeck erhebt, das dürfte am Dienstagabend deutlich geworden sein. Die Klosterstadt mit ihren 3000 Einwohnern sucht seit geraumer Zeit nach einen Weg, um sich in Norddeutschland zu positionieren.

Während der Klosterverein und der Verein für Handwerk und Gewerbe das Kloster und die beschauliche Altstadt drumherum als Anziehungspunkt und wirtschafliche Grundlage sehen, appellierte der Wirschaftsförderer des Kreises, Martin Broziat, an die Rehnaer, die Nischenpolitik zu forcieren. Broziat: "Mit dem Lückenschluss auf der A 20 hat die Metropole Hamburg großen Einfluss auf die Region Nordwestmecklenburg. Es wird mittelfristig eine positive Entwicklung geben, aber Rehna muss sagen, wo die Stadt hin will."


Rehna ist nur ein Puzzleteil

Um letztendlich erfolgreich zu sein, müssen alle Kommunen im Kreis ihre Kräfte bündeln. Der Grund: "In den Altbundesländern hat man uns keinen Platz in der so genannten Modellregion Lübeck eingeräumt", monierte Bräunig die Gespräche in Lübeck.

Angesichts des beschaulichen Daseins des Rehnaer Gewerbegebietes wurde am Donnerstag der Begriff Pendlerstadt schnell geprägt. Für Broziat nichts Negatives: "Als Industriezentrum ist Rehna zu klein, es fehlen Fachleute. Die Stadt muss mit dem Kloster die Unverwechselbarkeit herausstreichen, sich damit vermarkten." Kurzum, das Pfund, mit dem Rehna wuchern müsste, wäre die intakte Infrastruktur mit Schule, Wohnen, Altstadt, Einkaufsmöglichkeiten und der Nähe zu den Metropolen Hamburg und Lübeck.

"Es fehlt in diesem Punkt an nichts", meinte Bürgermeister Werner Schnee. Selbst die wirtschaftliche Entwicklung sei eigentlich nicht schlecht. Schließlich gab es laut Statistik eine Steigerung bei den Handwerksbetrieben von 125 auf 140 von 2002 bis 2004. Eine Argumentation, die der amtierende Vorsitzende des Vereins für Handwerk und Gewerbe, Hanno Hoffmann, nicht teilte: "Wir müssen differenzieren, nicht nur die Zahlen sehen. Das Möbelwerk, die Fensterbau-Firma und Tricota gibt es nicht mehr als produzierendes Gewerbe. Im Gegenzug haben sich lediglich drei Versicherungsvertreter angesiedelt. Der Vergleich hinkt somit." Hoffman monierte zudem, dass die Zielsetzung der Stadt nach außen nicht erkennbar sei.

Fehlende Kommunikation? Für Bürgermeister Schnee hat der derzeitige Gewerbeverein mit seinen 30 Mitgliedern nicht genügend Kraft. "Es fehlen viele renommierte Leute aus der Wirtschaft", so Schnee. Lediglich 30 Mitglieder habe der Verein, obwohl 140 möglich wären. "Das Potential ist größer", meinte daraufhin auch Schmied Bernhard Wroblewski.


i-Tüpfelchen Tourismus

Landrat Erhard Bräunig blieb die gewisse Disharmonie zwischen dem Verein für Handwerk und Gewerbe und dem Klosterverein gegenüber der Stadt nicht verborgen. Er bedauerte, dass viel Kraft auf diese Weise verloren gehe. Aber: "Rehna ist eine lebenswerte Stadt. Bei der Entwicklung steht an erster Stelle die Wirtschaft, an zweiter der Tourismus." Gelänge es Rehna seine intakte Infrastruktur mit einem Angebot an Kultur und realistischen touristischen Möglichkeiten zu kombinieren, hätte die Stadt Chancen, in den Metropolen wahrgenommen zu werden. Argumente, für die Bräunig im Publikum Zustimmung durch Klopfen erntete.

Aus Sicht des sehr engagierten Klostervereins soll der Tourismus allerdings ein Standbein werden. Vorwürfe, die Stadt tue zu wenig, um das Potential des Klosters zu nutzen, wies Schnee mit fachlich untermauerten Argumenten zurück.

Mecklenburg sei ein Tourismusland, auf diesen Zug müsse man aufspringen, unterstrich auch Eva Doßmann. Geschäfte und Hotels könnten profitieren. "Wir haben in 2004 an die 10000 Besucher gezählt, und 25000 sollen es im kommenden Jahr werden", sagte Doßmann.

Für Hanno Hoffmann beachtliche Zahlen. "Ich drücke die Daumen", sagte er und wartete nun auf die Zusage der Stadt, eine Zielplanung zu erarbeiten und feste Struktuen für eine Gästebetreuung zu schaffen. Doch Werner Schnee verwies an dieser Stelle auf den "fehlenden Realismus". Der Bürgermeister: "Die uns vorgelegten Zahlen sagen aus, 8117 Besucher kamen nach Rehna. Ziehen wir die Gäste des Martensmannfestes und vom Tag des offenen Denkmals ab, bleiben rund 5000 Besucher." Die Chance, mit dem Kloster in die Zukunft zu gehen, habe die Stadt sehr wohl erkannt, aber die gewählten Gremienen vor vollendete Tatsachen zu stellen, sei oftmals falsch, kritisierte Schnee.


Wertvolle offene Worte

Viele Anregungen, die am Ende der Diskussionsrunde Hanno Hoffmann bestärkten, gemeinsam das Markenzeichen Rehna zu entwickeln und die angebotene Hilfe des Landkreises zu nutzen.

von Volker Bohlmann
aus SVZ vom 22.01.2005



Link:   http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/index.html
Datum:   22. Januar 2005
Sort Nummer:   3
 
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