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Eine Treppe für die Fische am Rehnaer Mühlenteich

Die Kloster- und Handwerkerstadt bekam in Sachen Umweltschutz bereits etliche Preise. Im Jahr 2000 wurde Rehna gar Sieger im Umweltwettbewerb TatOrte. Jetzt wurde den Stadtvertretern eine Machbarkeitsstudie für eine Fischtreppe an der Radegast vorgestellt

Rehna - Wahrscheinlich seit der Eiszeit schlängelt sich das Flüsschen Radegast durch Rehna. Leider ist es nicht schiffbar. Aber wer ein flaches Faltboot besitzt, kann damit - von einigen Unterbrechungen und unfreiwilligen "Tauchgängen" abgesehen - von Rehna über die Stepenitz, Maurine und den Dassower See bis zur Ostsee gelangen. Fische haben es da einfacher, sie schwimmen überall durch oder herum. So dachten bisher auch einige Rehnaer Stadtvertreter, die nicht in einem Anglerverein sind. Jetzt bekamen sie kurz vor den besinnlichen Festtagen einen großen Batzen Fachwissen auf ihre Volksvertretertische: Eine Machbarkeitsstudie für eine Fischaufstieganlage an der Radegast.

Ein Team des Institutes für ökologische Forschung und Planung (biota) aus Bützow stellte die umfangreichen Untersuchungen während einer Stadtvertretersitzung im Deutschen Haus vor. Laut Diplom-Ingenieurin Klaudia Lüdecke, ist es unter anderem auch ein Ziel der neuen FFH-Richtlinien, dass "die Flüsse durchgängig sind". So können Fische dann mittels so genannter Fischtreppen mühelos zu ihren Laichplätzen und zurück ziehen. Aber auch für wirbellose Kleintiere im Wasser wie die Wassserassel, den Gemeinen Flohkrebs und die Flussnapfschnecke verbesseren sich die Lebensbedingungen enorm.

In der kleinen Radegast sind außerdem 21 Fischarten heimisch. Einige sind stark gefährdet oder stehen gar auf der Roten Liste. So unter anderem das Flussneunauge, der Schlammpeitzger und der Dreistachlige Stichling. Sie benötigen nicht nur eine gefahrlose Verbindung vom Oberwasser zum Unterwasser des Mühlenteichs, sondern für die Erhaltung und Vermehrung spezielle Untergrund- strukturen und Fließgeschwindigkeiten. Denn auf 110 Meter Länge der Radegast gibt es einen Höhenunterschied von rund 3,80 Meter.

Klaudia Lüdecke stellte zwei Varianten vor: Die Fischtreppe könnte im Bereich der Mühle, aber auch hinter dem Mühlenwehr gebaut werden. Der Umweltausschuss und die Abgeordneten sprachen sich für die wehrintegrierte Lösung aus. Das würde ihrer Meinung weniger Auswirkungen auf die Kosten und den Denkmalschutz haben. Allerdings verschwieg die Expertin nicht, dass im Zusammenhang mit dem Bau der Fischtreppe auch Begleitmaßnahmen notwendig seien. So könnte man wegen des hohen Schlammanfalles im Mühlenteich einen "Substratteppich" entlang der Hauptfließrinne anlegen, oder eine künstliche Insel mit umlaufendem Fließgewässer im Mühlenteich schaffen.

Die Inselvariante stieß besonders bei Heinrich Teegen auf scharfe Ablehnung. Der Abgeordnete: "Rehna ist für mich ohne den offenen Mühlenteich unvorstellbar." Für Torsten Richter, Vorsitzender des Umweltausschusses, steht fest, dass das Schlammproblem so oder so gelöst werden muss. "Fakt ist, der Teich ist vielerorts nur 20 Zentimeter tief." Bürgermeister Werner Schnee machte den Abgeordneten keine Illusionen: Es sei in den nächsten Jahren kein Geld für einen notwendigen Schlammfang in der Kasse. Amtsleiter Dirk Gros rettete mit dem Hinweis auf die Dringlichkeit - wegen der Beantragung der Fördergelder - die prekäre Situation. So stimmten alle Rehnaer Stadtvertreter schließlich für die Prüfung der Machbarkeitsstudie.

Von Gerhard Dietrich , LN
aus Lübecker Nachrichten vom 23.12.2004



Link:   http://www.ln-online.de/news/regional/nordwest-mecklenburg.htm
Datum:   23. Dezember 2004
Sort Nummer:   2
 
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